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heute
Tolteken heute
Auf dem Weg der Tolteken ist die erste Aktion, die sie als Suchender
unternehmen, einen Nagual oder einfach Lehrer zu finden. Naguals
haben die Meisterschaft auf allen Ebenen der Kunst zu Leben erlangt
. Heutzutage kann dieser erste Schritt im Lesen der Lehren über
ein besseres Leben eines Naguals bestehen. Der zweite Schritt auf
dem Weg besteht darin, Schüler eines Toltekenkriegers zu werden.
Ein Schüler zu werden bedeutet die unwiderrufbare Verpflichtung
zu lernen und durch Anwendung der Werkzeuge dem Reifeprozess zu
folgen, auch wenn dies zeitweise schwierig und unmöglich erscheint.
In der Vergangenheit geschah dies als gegenwärtige Lehre mit einem
Nagual. Nur eine begrenzte Anzahl von Menschen hatte die Möglichkeit
so zu lernen. Heute hat sich dieser Traum zum Teil geändert. Sie
werden ein Schüler ihrer selbst unter Anleitung der Lehren eines
Naguals. - Lesen Sie ein sinnvolles Buch und wenden Sie die praktischen
Übungen auch über einen gewissen Zeitraum an. Sie können zum Beispiel
die "Vier Versprechen" ( besser "Vier Übereinkünfte" ) - lesen
und toll finden. Sie könne Sie lesen, toll finden und versuchen
in ihr Leben zu integrieren und bei den ersten Schwierigkeiten
aufgeben. Sie können sie aber auch lesen, toll finden, anwenden,
scheitern, verzweifeln, weiter anwenden und sie praktizieren bis
sie sie gemeistert haben. Er hängt alles nur von Ihnen ab. Einfacher
wird's natürlich, wenn sie einen Nagual finden, der ihnen den Weg
etwas beleuchtet. Gehen müssen sie ihn trotzdem allein. Eine andere
Möglichkeit besteht darin, sich mit anderen auszutauschen - vielleicht
ist die Weisheitsgruppe etwas
für sie. Oder wenn alle Stricke reißen, dann erinnern sie sich
einfach, das sie ihr Leben perfekt leben, egal wie es auch gerade
ist.
Der Weg zur persönlichen Freiheit
Obwohl die Lehren der Tolteken keine Religion im heutigen Sinne darstellen, so können sie doch als spirituellen Weg bezeichnet werden. Ihre Wurzeln liegen im Ausdruck des Schöpfers. Sie erkennt ALLE vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen sprirituellen Lehrer und religösen Philosophien als wertvoll an. Die Tradition der Tolteken versucht beherzt die Gemeinsamkeiten unter all diesen Traditionen, Religionen und Philosophien zu finden. Wir suchen das Wahre hinter den Mythen und Dogmen, das was bleibt wenn die Form der Geschichten und Lehren zur Seite gestellt wird.
Der Ursprung der Religionen liegt im menschlichen Bedürfnis, die Gefühle und Erfahrungen der ihm umgebende gewaltige Umwelt zu geschreiben. Moderne Tolteken nutzen dazu den Begriff des Unendlichen, obwohl es sehr viele Wörter dafür gibt, die dieses Konzept beschreiben. Geist, Gott, Allah, Krishna, Buddha, höheres Selbst, Licht, Liebe ... .
Letztendlich liegt der Schlüssel in der Erfahrung, das die Menschen träumen. Indem man sich seiner eigenen Glaubengrundsätze bewußt wird über einen selbst und die Welt um einen herum kann man systematisch verändern, wie man mit der Welt in Kontakt tritt. Wahre Meister der Tolteken werden helfen die Freiheit der Wahl wiederzuerlangen ohne einem zu sagen, wie man zu träumen hat, denn dafür sind sie nicht verantwortlich. Sie sind zuständig, wie sie mit der Welt in Kontakt treten - der Mitmensch hat die Freiheit auf seine Art und Weise die Welt zu träumen, ob nun mit oder ohne Bewußtheit.
In dieser Tradition gibt es nichts zu verteidigen, gibt es nicht zu rechtfertigen. Ein Meister der Tolteken wird keinen Standpunkt verteidigen oder einem anderen aufzwingen, denn dadurch würde er seine Energie vergeuden. Tolteken haben hochachtung vor anderen Religionen und Traditionen. Sie beabsichtigen nicht Konflikte und Steit zu erschaffen. Bei den Tolteken gibt es keine Dogmen, nichts zu merken, nichts zu rezitieren, nichts zu wiederholen, nichts zu evangilisieren, nichts und niemanden zu missionieren. Entweder sprechen die Lehren einen an oder nicht.
Ein Krieger hat keine Konflikte mit niemanden und nichts auf dieser Welt. Er ist in vollkommenen Frieden. Er kennt keine Urteile und verkörpert bedingungslose Liebe und Akzeptanz.
Er ist gänzlich frei von Erwartungen und trotzdem vollkommen gegenwärtig im Leben. Tolteken leben in dieser Welt und in diesem ihren Körper. Sie bringen Spiritualität in ihr tägliches Leben und sind ein Segen für sich und andere. Sie arbeiten in allen möglichen Berufen hier und dort. Sie brauchen keine Hochschulabschluß oder Doktortitel, um ein Krieger zu sein - ja nicht einmal ein Schulabschluß. Aber sie brauchen ein weit geöffnetes Herz, um all die Möglichkeiten zu entdecken, von denen wir noch nicht einmal ahnen, dass es sie gibt.
Transformation kann im Augenblick stattfinden (siehe Eckhard Tolle im Buch die Kraft der Gegenwart) oder langsam von statten gehen. Deshalb ist liebenswürdige Geduld das Gewürz auf dem Weg der Tolteken. Ich sehe diesen Prozess wie das Rauchen. Ein Raucher rauchte irgendwann einmal seine erste Zigarette. Er rauchte auch nicht gleich eine ganze Packung. Mit der Zeit wurde es mehr und nun kann er nicht mehr davon lassen. Gleichwohl beteuert er, es doch zu können. Als Kinder glaubten wir irgendwann einmal der ersten Lüge, der erste Missbrauch (verbal/emotional) fand statt. Das was wir dachten und fühlten war nicht DAS was der Situation angemessen sei. Mit der Zeit wurde es mehr und später missbrauchte unser Verstand uns selber auf die gleiche Art und Weise wie die Zigaretten unseren Körper missbrauchen. Also was tun? Man kann von heute auf morgen aufhören zu rauchen. Spirituell gesehen wäre das die Erleuchtung, etwa so wie Eckhard Tollte beschreibt. Plötzlich, schlagartig; die Erleuchtung kann sehr wahrscheinlich nicht bewußt herbeigeführt werden. Hier hinkt mein Vergleich mit dem Rauchen etwas. Dafür gibt es bei der Erleuchtung auch kein Rückfallrisiko wie beim Rauchen ;). Oder man reduziert beharrlich mit viel Geduld, Leibe, Hingabe die Menge der Zigarette. Spirituell gesehen reduziert derjenige den Selbstmissbrauch, bis er sich eines Tages nicht mehr selber missbraucht sondern im Einklang mit dem Leben lebt. Dieser Prozess wird auch als Erwachen bezeichnet. Gleichzeitig ist das Endresultat die Auferstehung von den Toten. Durch den Selbstmissbrauch war man tot, danach ist man wieder lebendig. Als Kinder wurden wir unbewußt missbraucht - als Erwachsene können wir uns bewußt vom Missbrauch befreien.
Viele Traditionen bieten einen Weg zur Transformation und spirituellen Entwicklung. Die Tolteken haben ein reiches Repartoire an Methoden, sind aber immer offen für Neues. Sie kauen nicht ständig das Alte neu auf sondern handeln prakmatisch. Was funktioniert funktioniert und was nicht halt nicht. Dann versuche doch etwas anderes.
Hier eine kleine Auswahl aus der Methodenksite der Tolteken:
- Pirschen (stalking)
- Träumen (dreaming)
- Nichts-Tun (not-doings)
- Kontrollierter Trottel (controlled folly) - ich liebe ihn
- Inventur und Rekapitulation (recapitulation)
- Engel des Todes (engel of death)
- Meditationen
- Mitote-Buch
- Buch des Lebens
- Medizinbeutel
- Bewegen des Befestigungspunktes
- Pujas
- Kraftreisen (power journeys)
Viel wird heutzutage über Sekten geredet. Was sind die Tolteken eigentlich? Mehr dazu hier.
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